„Schwarzes Gold“ wirkt nach
Die Dreharbeiten des vergangenen Jahres im Museumsdorf Hösseringen werden sich auch in diesem Jahr positiv bemerkbar machen. „Die Aufnahmen haben im Internet große Resonanz und weite Verbreitung gefunden. Wir hoffen nun natürlich auf viele interessierte Besucher, die den Drehort kennenlernen möchten“, sagte Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm im Rahmen der Mitgliederversammlung des Museumsvereins, die am Montag stattfand. So soll im Verlaufe des Jahres der Drehschauplatz „Dorfgasthof“ mit echten Requisiten für Besucher hergerichtet werden.
Zweites Highlight des Jahres 2025 war der Beginn des Wiederaufbaus des Hauses aus Linden, dessen Richtfest gemeinsam mit dem 50. Geburtstag des Museumsdorfes gefeiert werden konnte. Ein Jahr lang soll das Fachwerk nun Zeit haben, sich zu setzen, dann werden die Gefache ausgemauert und der Innenausbau kann beginnen. In der künftigen Ausstellung soll das 19. Jahrhundert mit seinen für die Entstehung einer modernen Landwirtschaft wichtigen Wandlungs- und Entwicklungsprozessen dargestellt werden.
Die Besucherzahlen sollen auch in der kommenden Saison mit einer Menge attraktiver Termine in Schwung gebracht werden. Mit 22.830 lagen diese im Jahr 2025 leicht unter den Werten von 2024, sind im langfristigen Vergleich aber stabil. Die meisten deutschen Besucher kommen aus Niedersachsen, neben Uelzen mit Schwerpunkt Celle und Hannover sowie Nordrhein-Westfalen. Im Vergleich kam jeweils ein Drittel der Besuchenden aus dem Landkreis Uelzen, aus Niedersachsen und aus dem gesamten Bundesgebiet. „70 Prozent unserer Gäste kommt von außerhalb des Landkreises. Dies zeigt die Bedeutung unseres Museums als wichtiges überregionales touristisches Ziel“, fasste es Brohm zusammen.
Das Veranstaltungsprogramm bleibt mit etwa 60 Terminen auf hohem Niveau. Altbekannte Formate wurden und werden durch neue Angebote bereichert. So fand 2025 zum ersten Mal die niedersächsische Holzrückmeisterschaft statt. Großen Erfolg feierten auch die Protagonisten des „Landwehrbataillons“, die im Rahmen gelebter Geschichte erstmalig im Museumsdorf auftraten. In diesem Jahr sollen sogar zwei Gruppen für buntes Treiben sorgen und unter anderem ländliches Leben und Handwerk im 18. Jahrhundert vorführen.
Die Ausweitung des Jahresprogrammes, insbesondere für Kinder und Jugendliche, wurde auch durch die Erweiterung der Stelle für Museumspädagogik möglich. So konnten letztes Jahr die Kinderfreizeit mit dem Titel „Taler, Taler, du musst wandern“ sowie ein umfangreiches Kooperationsprojekt mit der Hardautalschule umgesetzt werden. Ein Weg, der auch in dieser Saison fortgeführt wird.
Besucher, die das Museum ganz ohne Programm besuchen, werden sich über den neuen Museumsführer, der demnächst gedruckt wird, freuen. Die Hauptrolle darin spielt Hund Lori, der ebenso vergnüglich wie kenntnisreich durch das Museumsdorf führt. Lori gab es übrigens wirklich. Der Terrier lebte einst im Imkerhaus aus Eschede. „Wir wissen sogar, wo sein Körbchen stand“, gab Brohm augenzwinkernd bekannt.
Der Vorsitzende des Museumsvereins Jörg Hillmer nahm den Abend zum Anlass, um insbesondere der Gemeinde Suderburg zu danken. Sie wird in diesem Jahr die Sanierung der Zufahrtsstraße zum Museumsdorf betreuen und weitgehend finanzieren. „Gemeinde, Samtgemeinde, Landkreis und noch viele mehr – wir alle stehen fest zu unserem Museum. Nur gemeinsam können wir diesen Weg meistern“, so Hillmer.
Christine Kohnke-Löbert
Mitgliederversammlung im Museumsdorf
- Die Mitgliederversammlung des Museumsdorf Hösseringen fand am 09. Februar 2026 statt.
- Highlight 1: Das Museumsdorf war einer der zentralen Drehorte für die ARD-Serie „Schwarzes Gold“.
- Highlight 2: Start des Wiederaufbaus des Hauses aus Linden, dessen Richtfest gemeinsam mit dem 50. Geburtstag des Museumsdorfes gefeiert werden konnte.


