Handgemachtes zwischen Fachwerk und Historie
Wie eine Ahnung von der bevorstehenden Adventszeit weht der Duft von frischem Backwerk durch die Gassen des Museumsdorfes Hösseringen. Jede Menge Menschen sind in der historischen Dorfanlage unterwegs und schauen neugierig in die vielfältig geschmückten Häuser. Es ist Kunsthandwerkermarkt und bei kräftigen Herbstfarben und freundlichem Novemberwetter herrscht noch einmal buntes Treiben in den Häusern und auf den Plätzen des Museumsdorfes. 55 Aussteller sind gekommen, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Sie haben Handgemachtes jeder Art mitgebracht und es ist fast unmöglich, jeden Aussteller zu besuchen, so viele Stände laden zum Stöbern ein. Auch Ulla Deutsch, Irene Rues und Theres Black sind bereits fündig geworden. Die drei Frauen aus Celle sind auf Schwesternausflug in Hösseringen, ein Geschenk zum runden Geburtstag. „Wir sind sehr positiv überrascht, wie viele tolle Aussteller dabei sind“, sind sie sich einig und halten Lampe und Holzuhr in die Kamera. Auch ein kleiner gestricker Nikolausstiefel wandert in ihre Tasche.
Uhr und Lampe hat Uwe Witte aus Garbsen gefertigt. Der Musiker und Freizeithandwerker spürt einfach gerne Holz in seinen Händen. Entweder entlockt er seiner Oboe die schönsten Töne oder er verarbeitet dicke Bohlen zu außergewöhnlichen Uhren, Schachspielen und vielem mehr. Nebenan hat seine Frau Karin Schleiermacher ihren Stand und bietet Genähtes und Gestricktes an. „Wir sind sehr gerne hier. Das Gelände ist weitläufig, so dass die Besucher sich gut verteilen und auch die Kinder Gelegenheit zum Toben haben. Und es sind weitgehend private Anbieter dabei“, fassen sie zusammen.
Auch in der Ausstellungshalle herrscht Gedränge. Hier hat Melanie Pollandt ihre Filzarbeiten aufgebaut. Sie setzt Motive aus der Natur in reizende kleine Figuren um. Ob nun Fuchs und Zwerg ins Gespräch vertieft sind oder der Wichtel sich ein Stelldichein mit Fliegenpilz und Rotkehlchen gibt – die Uelzenerin schafft mit Liebe und Fantasie eine märchenhafte Welt. Nebenan hat Regine Graf ihre Nähmaschinen platziert. Bianca Schindler aus Suederburg möchte bei ihr ein Körnerkissen nähen – und mit geduldiger Betreuung schafft es die 13-Jährige locker. Regine Grafs Hobby sind ihre Alpakas, deren Wolle sie vielfältig verarbeitet. Ob filzen, spinnen oder stricken – alles ist möglich. Heute hat sie Hiwi Annette Kobernuss an ihrer Seite und bietet ein buntes Panorama an selbstgemachten Erzeugnissen.
Im Brümmerhof haben Tanja Karl aus Holdenstedt und Julia Wuttke aus Bad Bevensen einen Gemeinschaftsstand mit einem Feuerwerk an weihnachtlichen Gipsarbeiten aufgebaut. Unter der Lichterkette tummeln sich Kerzenständer und Engel und all die schönen Dinge, die man eigentlich nicht braucht, aber unbedingt haben muss. Denn sie machen das schönste Fest des Jahres noch ein bisschen schöner.
Mit all diesen Eindrücken, Gesprächen und Düften und mit den Klängen vom Duo Terraneola im Ohr genießen die Gäste den letzten Tag der diesjährigen Museumssaison.
Christine Kohnke-Löbert
Kunsthandwerkermarkt
- Stefan Kelting aus Hösseringen hat Schmiedearbeiten mitgebracht, die Jens Buß gut gefallen
- Schwesternausflug, vr Ulla Deutsch, Irene Rues und Theres Black
- Regine Graf mit Annette Kobernuss
- Fuchs und Zwerg von Melanie Pollandt
- Enrica Kandler und Andreas Barth sind auf Familienausflug am Stand von Imke und Heinz-Dieter Burmester gelandet
- Bianca Schindler probiert das Nähen mit der historischen Nähmaschine





