Eröffnung der Sonderausstellung „Geschichte des Handpuppentheaters“
Die Ausstellung gliedert sich in fünf inhaltliche Themenblöcke:
Der erste Themenblock steht unter dem Motto „Der Stammbaum des Narren oder Wie Kasper wurde was er ist!“ und widmet sich der Genese des Kaspers vom grobschlächtigen Narren zu einer feinsinnigen Heldengestalt mit Witz und Moral.
Der zweite Block „Die Bandbreite des Puppenspiels oder Alles Theater!“ wendet sich den verschiedenen Formen des Figurentheaters zu.
Der dritte Themenblock „Kasper für alle oder Wie das Puppentheater sein Publikum fand!“ zeichnet die Entwicklung des Handpuppen-theaters von einer Jahrmarktattraktion zu einer eigenständigen Form der darstellenden Kunst nach.
Ein Blick hinter die Kulissen eröffnet sich im vierten Block „Der Zauber des Spiels oder Wie man eine Puppe zum Leben erweckt!“. Er beleuchtet sowohl die Kunst Handpuppen zu fertigen und auszustatten, als auch den facettenreichen Berufsstand der sie zum Leben erweckenden Schauspieler und Autoren.
Der abschließende fünfte Block „Mehr als Kasper, Gretel und Krokodil oder Wie die Handpuppe zum Fernsehstar wurde!“ widmet sich dem medialen Siegeszug des Puppentheaters im 20. Jahrhundert. Das klassische Figurenensemble begeistert längst nicht mehr nur auf der Puppenbühne, sondern auch in Literatur und Hörspiel. Seit mehreren Jahrzehnten nehmen alte und neue Charaktere einen festen Platz in Film- und Fernsehproduktionen ein. Die Ausstellung zeigt jedoch, dass die traditionelle Puppenbühne trotz dieser Entwicklung nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat.
Eine Mitmachbühne lädt die Besucherinnen und Besucher zum eigenständigen Handpuppenspiel ein. Neben einer großen Auswahl an Figuren stehen literarische Vorlagen und Spielpläne zur Verfügung.