Landwirtschaft früher und heute

Schnuckenhaltung

Thema: Landwirtschaft früher und heute
Klassenstufe: alle Altersstufen
Dauer: je nach Thema 2 bis 4 Stunden

Am Beispiel der Heidschnucke können die komplexen Verhältnisse zwischen der Wirtschafts- und Lebensweise des Menschen und den Eigenschaften eines Nutztieres mit seiner ökologischen Nische dargestellt werden. Wir beschreiben das Tier am lebenden Objekt und informieren uns über seine Ernährung und Haltung. Der wirtschaftliche Nutzen als Woll- und Fleischlieferant sowie der ökologische Nutzen des Schafes in der Kulturlandschaft Heide werden betrachtet. Als Nutztier beachtet der Halter das Tier auch unter dem Aspekt der Gesundheit des Tieres. Ökologische und wirtschaftliche Beziehungen zur Imkerei werden erkannt. Die wirtschaftlichen Konsequenzen für die Heidebauern nach dem Aufkommen des Baumwollimports um 1800 können erarbeitet werden.

Hinweise:
Wir freuen uns über die aktive Zusammenarbeit mit den begleitenden Fachkräften bei der Vorbereitung wie auch bei der Durchführung. Mitzubringen: jahreszeitlich angepasste Kleidung für Freilandarbeit, ggf. Verpflegung

Ansprechpartner des Museums:
Dr. Rüdiger Lutz Klein, Tel.: (0581) 43363 oder (0551) 50088288

Getreideverarbeitung

Thema: Landwirtschaft früher und heute
Klassenstufe:  3. bis 10. Klasse
Dauer: ca. 3 Stunden

Roggenbrot sowie Hafer- und Buchweizengrütze wurden als Grundnahrungsmittel der ländlichen Bevölkerung in der Lüneburger Heide erst um 1800 durch die Kartoffel abgelöst. Der Getreideanbau spielte für die Höfe auch weiterhin eine wichtige Rolle, da Hackfrüchte wie Kartoffeln und Rüben zunächst nur in geringen, für den Eigenverbrauch gedachten Mengen angebaut wurden. Erst im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entwickelten sich der Kartoffel- und Zuckerrübenanbau zur Belieferung der städtischen Zentren bzw. der 1883 gegründeten Zuckerfabrik in Uelzen.

Nach Erkundung des Kleinbauernhauses von 1648/1750 aus Bahnsen und seiner Geräteausstattung für die Getreideernte werden das Ausdreschen von Roggen mit Dreschflegeln, das Reinigen des Getreides mit der Staubmühle und das Mahlen mit der Handschrotmühle vorgeführt und selbst ausprobiert. Bei Bedarf können die Ausstellungen „Kraft zum Dreschen“ in der Scheune von 1763 aus Wieren und „Backen auf dem Lande“ im Backhaus von 1792 aus Katensen besichtigt werden, die über die Geschichte der Antriebskräfte in der Landwirtschaft bzw. das bäuerliche Brotbacken informieren.

Ackerbau vor 200 Jahren

Thema: Landwirtschaft früher und heute
Klassenstufe:  5. bis 13. Klasse
Dauer: ca. 3 Stunden

Vor 200 Jahren erfolgte in der größten Krise der Heidewirtschaft ein Umbruch zum Guten. Wir studieren die Ackerbaumöglichkeiten vor und nach der Zeit des Umbruchs. Im Freigelände überprüfen wir die Qualität der Feldfrüchte; Experimente zur Feststellung der Tragfähigkeit der Heideböden folgen. Wir untersuchen dazu die Korngrößenzusammensetzung, die Wasserhaltekapazität und die Ionenaustauschfähigkeit des Heidebodens.

Hinweise:
Wir freuen uns über die aktive Zusammenarbeit mit den begleitenden Fachkräften bei der Vorbereitung wie auch bei der Durchführung. Mitzubringen: jahreszeitlich angepasste Kleidung

Ansprechpartner des Museums:
Dr. Rüdiger Lutz Klein, Tel.: (0581) 43363 oder (0551) 50088288

Verarbeitung von Wolle

Thema: Landwirtschaft früher und heute
Klassenstufe: 3. bis 10. Klasse
Dauer: ca. 3 Stunden

Die Wolle der Heidschnucke war ein wichtiger Verkaufsartikel der Bauernhöfe. Aus der groben, aber billigen Wolle wurden Hüte und Tuche geringerer Qualität hergestellt. Neben der Sicherung des Eigenbedarfs an Wolle und Fleisch wurde die Schafherde auch als Düngerproduzent genutzt.

Nach einer Besichtigung der museumseigenen Heidschnuckenherde können die Schülerinnen und Schüler im Außenschafstall um 1850 aus Bohlsen Schnuckenfell ertasten und sich im Hofschafstall von 1789 aus Leverdingen über die Arbeit des Schäfers informieren. Anschließend wird ihnen die Funktionsweise eines Spinnrades gezeigt, und sie können mit Spinnrad und Spindel selbst einen Faden aus Wolle spinnen.

„Nützliche“ und „unnütze“ Tiere

Thema: Landwirtschaft früher und heute
Klassenstufe: 5. bis 13. Klasse
Dauer:  je nach Thema 2 bis 4 Stunden

Landwirtschaft früher und heute ist und war durch Tierhaltung und den Kampf gegen tierische Schädlinge geprägt. Viele Tiere wurden als Konkurrenten empfunden und verfolgt. Menschen nutzen und nutzten die verschiedensten Eigenschaften von Tieren als Fleisch-, Kraft-, Schutz- und Rohstoffspender, zur Produktion von Geweben und zur Gewinnung von Lebensmitteln und Rohstoffen wie Honig, Fleisch, Talg. Von Tieren lebten und leben die Menschen, Tiere werden als Ersatz für menschliche Arbeitskraft verwendet, Tiere werden aber auch als Bedrohung empfunden.

Im Museumsdorf können die unterschiedlichsten Themen zur Bedeutung von Tieren in historischer Zeit bearbeitet werden: Nutztierhaltung vor 300 Jahren. Die Bedeutung der Heidschnucke für die Kulturlandschaft Heide. Imkerei. Haltemöglichkeiten von Tieren. Schädlinge und ihre Bekämpfung. Ökologie von Holzschädlingen. Wölfe in der Lüneburger Heide.

Hinweise:
Wir freuen uns über die aktive Zusammenarbeit mit den begleitenden Fachkräften bei der Vorbereitung wie auch bei der Durchführung. Mitzubringen: jahreszeitlich angepasste Kleidung für Freilandarbeit, ggf. Verpflegung

Ansprechpartner des Museums:
Dr. Rüdiger Lutz Klein, Tel.: (0581) 43363 oder (0551) 50088288